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Sportlicher Wettkampf (Meisterschaften, Turniere)
Die Wettkampfstile bei Meisterschaften/Turnieren sind in der Regel von der Verbandszugehörigkeit der einzelnen Ausrichter abhängig. Die Vielfalt der einzelnen Kampfstile erstreckt sich vom KTAE-Kontakt/KTAE-Kontakt-MMA der ETF, zum Westenkampf der DTU, über den Leichtkontakt-Kampf der ITF (letztendlich Leichtkontaktkickboxen), bis hin zu den Kickboxvarianten Semikontakt/Leichtkontakt/Vollkontakt der WAKO und anderer Kickbox-Verbände. Da bei uns alle hier aufgeführten Stilarten trainiert werden, sehen wir es als unerläßlich an, auch das Boxen gleichwertig in den Trainingsalltag zu integrieren. Denn auch hier gilt es über den Tellerrand zu blicken, andere Wettkampfstile zu akzeptieren, sie auszuprobieren und so Neues zu erlernen - zu erleben, die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu erweitern und sich stetig zu verbessern. Vielfalt bringt uns weiter, Engstirnigkeit behindert uns. Der Grundgedanke des Kickboxens war nun einmal, einheitliche Regeln für den gemeinsamen Wettkampf aufzustellen und somit die Basis für einen Stilübergreifenden Kampfsport zu schaffen. Und auch innerhalb eines gemeinsamen Regelwerks kann man oftmals die ursprünglich erlernte Kampfsportart der einzelnen Wettkämpfer erkennen. Und das ist auch gut so!

Nachfolgend eine Auflistung der einzelnen Wettkampfstilarten die bei uns trainiert werden. Es ist natürlich nur eine grobe Beschreibung, aber man kann doch erkennen, auf was es bei den verschiedenen Stilen ankommt. Die aufgeführten Regeln der einzelnen Disziplinen sind natürlich nicht vollständig und sollen ebenfalls lediglich einen Überblick/Eindruck geben, die Regeln differieren im einzelnen abhängig vom jeweiligen Verband.

KTAE-Kontakt-Kampf (ETF)
KTAE-Kontakt wird auf Matten gekämpft. Der Kampf wird im Vollkontakt durchgeführt. Ziel ist es, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen bzw. den Kampf durch K.O. zu entscheiden. Im Gegensatz zum Semikontakt wird nicht nach jedem erzielten Treffer unterbrochen, sondern durchgekämpft. Der wichtigste Unterschied zum Leichkontakt/Vollkontakt-Kickboxen besteht darin, dass Fausttechniken nicht zum Kopf geschlagen werden dürfen. Nur Körpertreffer sind erlaubt. Zum Körper sind alle gängigen Boxtechniken (Gerade/Seitwärtshaken/Aufwärtshaken) gestattet. Bei den Senioren wird ohne Handschützer/Fußschützer und Kopfschutz gekämpft. Zahnschutz und Unterleibsschutz sind Pflicht. Schienbeinschützer/Spannschützer, sowie Unterarmschützer können optional getragen werden. Jede Runde wird durch die eingesetzten Punktrichter separat nach der Anzahl der tatsächlichen Punkte bewertet. Der Kampf kann auch durch ein „Technisches KO“ (Aufgabe) gewonnen werden.

Außerdem gibt es auch noch eine KTAE-Kontakt-MMA Variante. Der Gegner darf hier durch Würfe/Hebeltechniken zu Boden gebracht werden. Am Boden sind weder Fausttechniken noch Kicktechniken erlaubt. Eingesetzt werden können jedoch Haltegriffe und Hebeltechniken. Würgetechniken sind dagegen nicht erlaubt.Während des Bodenkampfes kann der Kampf auch durch "Aufgabe" (Abschlagen auf die Matten) beendet werden!

Semikontakt
Der Semikontaktkampf ist die traditionellste Kickboxvariante. In diesem Kampfstil treten oftmals Kämpfer aus unterschiedlichen Budodisziplinen (Taekwon-Do, Karate, Kickboxen Kung-Fu etc) gegeneinander an. Die erlaubten Techniken müssen sauber und mit nur leichtem Kontakt ausgeführt werden. Bei dieser auch als Pointfighting bekannten Disziplin witrd nach jedem (vermeintlich) erfolgreichen Treffer am Körper/Kopf des Gegners der Kampf kurzzeitig unterbrochen. Die Punktwertungen werden von einem Kampfleiter und zwei Punktrichtern im Mehrheitsentscheid vorgenommen. Nach Bekanntgabe einer Entscheidung wird der Kampf wieder freigegeben. Semikontaktkämpfe werden in der Regel auf Matten ausgetragen. Das Tragen von Schutzausrüstung, geschlossene Handschuhe (meistens 10 oz) geschlossene Fußschützer, Kopfschutz, Unterleibsschutz, Zahnschutz, sowie Brustschutz bei Frauen, ist Pflicht. Schienbeinschützer, sowie Unterarmschützer sind je nach Verband ebenfalls vorgeschrieben, bzw. können optional getragen werden (Regeln/Schutzkleidung können je nach Verband differieren).

Leichtkontakt
Beim Leichtkontakt wird ebenfalls meistens auf Matten gekämpft. Ziel ist es, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Im Gegensatz zum Semikontakt wird nicht nach jedem erzielten Treffer unterbrochen, sondern durchgekämpft. Das Tragen von Schutzausrüstung, geschlossene Handschuhe (meistens 10 oz) geschlossene Fußschützer, Kopfschutz, Unterleibsschutz, Zahnschutz, sowie Brustschutz bei Frauen, ist Pflicht. Schienbeinschützer, sowie Unterarmschützer sind je nach Verband ebenfalls vorgeschrieben, bzw. können optional getragen werden. Jede Runde wird durch die eingesetzten Punktrichter separat nach der Anzahl der tatsächlichen Punkte bewertet. Der Kampf kann auch durch ein „Technisches KO“ (Aufgabe) gewonnen werden. In der Regel sind alle gängigen Boxtechniken (Gerade/Seitwärtshaken/Aufwärtshaken) gestattet. Regeln/Schutzkleidung können je nach Verband differieren.

Vollkontakt
Die Vollkontaktvariante des Kickboxens wird im Gegensatz zu den anderen Kampfstilen in einem Boxring ausgetragen. Dabei kann der Kampf nicht nur über Punkte gewonnen werden, sondern auch durch KO. Dies kann sowohl durch einen Niederschlag des Gegners (KO) erfolgen, wie auch durch die Kampfunfähigkeit des Gegners (Technischer KO). Eine weitere Variante sind z.B. Kämpfe mit Lowkicks.

 
Westenkampf (z.B. ETF/DTU)
Der Westenkampf wird auf Matten gekämpft. Der Kampf wird im Vollkontakt durchgeführt. Ziel ist es, mehr Treffer als der Gegner zu erzielen. Es wird durchgekämpft. Fausttechniken dürfen nicht zum Kopf geschlagen werden. Nur Körpertreffer sind erlaubt. Das Tragen von Schutzausrüstung, Kopfschutz, Kampfweste, Unterleibsschutz Zahnschutz, Unterarmschützer sowie Schienbeinschützer sind zwingend vorgeschrieben. Jede Runde wird durch die eingesetzten Punktrichter separat nach der Anzahl der tatsächlichen Punkte (Treffer) bewertet. Der Kampf kann auch durch KO oder Technisches KO (Aufgabe) gewonnen werden.In der Regel wird der Westenkampf von Beintechniken dominiert.
 
 
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